BISHER ERSCHIENEN: 18. Heft, Herbst 2007 Rat und Tat Politikberatung im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft
Der heutige politische Beratungsdiskurs findet in einem unübersichtlichen Rahmen statt, nämlich im Spannungsfeld von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Guter Rat ist teuer und zumeist verwirrend vielfältig: wie zwischen den diversen Expertisen, zwischen Gutachten und Gegen-Gutachten entscheiden? Beraten, erraten und verraten sind nur durch eine Vorsilbe voneinander getrennt, in ihrer Bedeutung und Wirkung liegen sie indes himmelweit auseinander. Für die GEGENWORTE gibt es also Gründe genug, die Tat des Rates und den Rat zur Tat genauer unter die Lupe zu nehmen. 17. Heft, Frühjahr 2007 Exzellent oder elitär? Die Wiederkehr der Eliten
Die Idee der "Exzellenz" strahlt heller denn je. Gegenwärtig besteht über die Notwendigkeit der Reform der Universitätslandschaft wohl weitgehend Konsens. Wenig Einigkeit herrscht indes darüber, welche Wege der Reform einzuschlagen wären. Elitär oder exzellent? Egalitär oder avantgardistisch? Die polemischen und häufig in die Irre gehenden Polarisierungen kennzeichnen den engagiert geführten Disput, den die GEGENWORTE mit dieser Ausgabe in seiner ganzen Vielfalt wiedergeben möchten. 16. Heft, Herbst 2005 Orte - Räume - Übergänge Wissenschaft zwischen Schreibtisch & Web, Cluster & Jet, Insel & Lab
Das 16. Heft der Gegenworte hat sich die 'Orte der Wissenschaft' zum Thema gewählt. Wie wohnt die Wissenschaft? Wo wird gedacht, wo wird entwickelt? Dass Wissenschaftler nicht mehr im Elfenbeinturm sitzen, ist mittlerweile (wenn auch erst seit kurzem) trivial. Wissenschaftler sind Virtuosen im Umgang mit Ortlosigkeit - die Fliehkräfte treiben sie rund um den Globus, E-Mail oder Konferenzschaltungen erleichtern den immer noch an seine Physis gebundenen Vortragenden, an mehreren Orten gleichzeitig präsent zu sein. Das Heft stellt moderne, historische und mythische Orte der Wissenschaften vor und spannt den Bogen über mehrere Jahrtausende. 15. Heft, Frühjahr 2005 Einsteinereien, Einsteinitis, Vereinsteinerungen Zur Eventisierung der Wissenschaft
Wissenschaft muss auf den Markt, und Einstein steht Modell. Hundert Jahre nach dem 'Annus mirabilis' 1905 wird auf Regierungsgebäuden, im Nachrichten- und Kulturteil der Zeitungen, in der U-Bahn für die Marke Einstein geworben. Das 15. Heft der Gegenworte wirft einen kritischen Blick auf das Einsteinjahr, auf Heroisierung und Demontage, vielseitige Benutzbarkeit und das problematische Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik. Taugen die Feiern als Modell für die neue Wissenschaftskultur oder sind andere Wege der Öffnung vorstellbar? Was sind die Kontexte und Nebenwirkungen dieser Form von Wissenschaftsvermittlung? Es äußern sich Autoren aus unterschiedlichen Disziplinen, Natur- und Geisteswissenschaftler, Praktiker und Beobachter 'vom Rand'. 14. Heft, Herbst 2004 Lebensläufe - Laufbahnen ... zwischen Forschung, Management und Marginalisierung
Was ist heute ein Wissenschaftler? Woran orientieren sich Forscher und vor allem Forscherinnen im 21. Jahrhundert? Über Ideale und Widersprüche, Vorbilder und Brain Drain und die (Un-)Durchlässigkeit der Karrierewege schreiben Erhard Stölting, Wolfram Henn, Michael Daxner und Peer Pasternack. Mit einem Seitenblick auf das neue Europa (György Dalos, Nina Taso, Rainer Maria Kiesow). Horst Bredekamp schenkt der fliegenden Schildkröte eine Biografie, Conrad Wiedemann räsoniert über die Aktualität von Biografien. 13. Heft, Frühjahr 2004 Die Reduktion frisst ihre Kinder Zum Umgang mit komplexen Themen
Reduktion von Komplexität - durch Modelle, Formeln, Ausschnitte oder auch Bilder und Metaphern - sind bewährte Methoden der Wissenschaften. Manchmal sind diese Kürzel so selbstverständlich, dass über die Differenz zwischen der komplexen Wirklichkeit und den Instrumenten der Wissenschaftler kaum mehr nachgedacht wird. Ausgehend von Diskussionen um 'das Leben' fragen die Autoren, wie in der Wissenschaft - theoretisch und praktisch - mit komplexen Themen umgegangen wird. 12. Heft, Herbst 2003 Der Mythos und die Wissenschaft Eine dialektische Affäre
Mit Fragen nach den Grenzen der Aufklärung und Grenzen der Entzauberung, nach Trennungen und Übergängen zwischen Vernunft und Glaube und nach den Legenden, die den Forscher prägen. Mit einem literarisch-mathematischen Essay von Peter Deuflhard über Maler, Mörder, Mathematiker; Martin Aigner, ebenfalls Mathematiker, schreibt über Eleganz in seinem Fach. Jürgen Trabant über Jan und Hein und Klaas und Pit; Hans-Jörg Rheinberger über das Wilde im Zentrum der Wissenschaft. Von Hostien, Mäusen und Bazillen und vom langen Ritt auf dem Stier berichten die Mediävisten Olaf B. Rader und Michael Lindner. Mit einem Rückblick auf die Romantik und einem schauerlichen Bericht über 'Bug Chaser'. Zwei Männer aus unterschiedlichen Welten im Gespräch: der Automatisierer Günter Spur und der linksliberale Jurist Uwe Wesel. 11. Heft, Frühjahr 2003 Vom Rang ins Parkett Veränderte Verhältnisse zwischen Wissenschaft und Gesellschaft
Mit Beiträgen von Edelgard Bulmahn, Manfred Erhardt, Ulrike Felt über Zivilgesellschaft, Scientific Citizenship, die Maßstäbe von Greenpeace und Demokratisierung der Wissenschaft. Außerdem: Die ausbleibende Gleichberechtigung für Frauen und die formale Gleichberechtigung für bildungsferne Schichten. Manfred Bierwisch schreibt über den Eigensinn der Wissenschaft in einer Diktatur, György Dalos über Folgen der Demokratisierung in Osteuropa. Ein Gespräch mit Fritz Melchers, der das legendäre Institut für Immunologie in Basel geleitet hat. 10. Heft, Herbst 2002 Zwischen Kassandra und Prometheus Wissenschaft im Umgang mit Utopien und Dystopien
Wie gehen die Wissenschaftler mit Alarmismus und Hoffnungen um? Über Katastrophenängste und die Zukunft des Gehirns, Kassandrarufe und manipulierte Schöpfung schreiben Gerhard Roth, Peter Weingart, Thomas Macho und Hans R. Brittnacher. Mit Beiträgen über naturwissenschaftliche Großprojekte, über Medientechnologie, Risikomanagement und Bevölkerungswachstum, Wüsten und Gärten. Reflexionen über Francis Bacon, über Marx und den theologischen Blick auf apokalyptisches Denken stehen neben Beiträgen über (bio)technologisch inspirierte Utopik (Kristian Köchy, Jürgen Herres, Andreas Urs Sommer, Ulrich Körtner). Humberto Maturana spricht mit Bernhard Pörksen über autopoietische Maschinen und die Organisation des Lebendigen. 9. Heft, Frühjahr 2002 Wissenschaft und Kunst
Wissenschaft als Kunst, Kunst als Wissenschaft und Wissenschaft versus Kunst: Dieter Simon über das Kunsthandwerk des Juristen. Randolf Menzel, Olaf Breidbach und Oliver Grau beschäftigen sich mit Bild- und Bilder-Wissenschaft. Uwe Pörksen und Rüdiger Zill streiten über Metapher und Modell. Mit Beiträgen über die "Ohren der Wissenschaft" und über Goethe auf Abwegen, über Dichtung in der Wahrheit und die Suche nach dem 'freien' Geist (Volker Gerhardt, Heinz Dieter Kittsteiner, Hermann Danuser, Anthony Grafton u. a.). Zum Thema Kunst gehören auch Fragen nach Stil, Chaos und der Magie in ihrem jeweiligen Verhältnis zu Wissenschaft. Außerdem: ein Monolog Frankensteins (Raphael Urweider), Celan und Geologie (Uta Werner), Gentech-Zoo (Martin Lindner). 8. Heft, Herbst 2001 Digitalisierung der Wissenschaften
Der Mathematiker Martin Grötschel stellt seinen digitalen Traum vor. Über selektive Wirkung und Balkanisierung schreiben Steffen Wawra und Florian Rötzer. Pierre Laszlo widmet sich der Lehre und Forschung im Zeitalter des Internets; Martin Bernhofer berichtet über Cyber-Science im Rundfunk; Hans-Martin Gauger über die Stummelsprache der E-Mail; Christoph Markschies über Digitalisierung alter Dokumente; Stephan Seidlmayer entdeckt im alten Ägypten die Urgeschichte der Datenverarbeitung. Die neue digitale Elite, elektronische Zauberlehrlinge und Text-DJs, Identitätsverwirrungen und Irrtümer beim Zählen von Zitaten betrachten Lutz Ellrich, Peter Bexte u. a. 7. Heft, Frühjahr 2001 Wissenschaftssprache - Sprache der Wissenschaftler
Über Universalsprachen und Metaphern, Jargon und Verständigungsprobleme zwischen Fachleuten und Laien schreiben Manfred Bierwisch, Peter Janich, Hanfried Helmchen und André Kieserling. Zu Bad English und lokalem Dialekt äußern sich Ferdinand und Carsten Hucho und Jürgen Trabant. Mit Seitenblicken auf das Machtsystem in den Wortfolgen (Wolf-Dieter Narr) und sprachliche Schrebergärten (Judith Macheiner); über Scientainment und Metaphern, Galileis Arbeit an Sprache und die Buchstabenfolge in Gedichten sowie einem Portrait von Jakob Staude, Astronom und Wissenschaftsvermittler. Kulturgeschichtliche Ausflüge zu orientalischen Übersetzern und nach China. 6. Heft, Herbst 2000 Natur- und / versus Geisteswissenschaften Scharmützel und Annäherungen Diese Ausgabe ist leider vergriffen. 5. Heft, Frühjahr 2000 Gütesiegel für die Wissenschaft? Zur Diskussion über Qualität, Evaluierung und Standards
Über die grassierende Evaluitis und Nebenaspekte des Evaluationsbetriebs. Mit Innenansichten von Dieter Simon, Jürgen Mittelstraß, Friedhelm Neidhart. Stefan Hornbostel denkt über die Grenzen des Messens nach, Stephan Wolff führte Tagebuch über Freud und Leid eines Gutachters. Marco Finetti erzählt von überforderten Türhütern. Gernot Böhme: Was ich nicht erforschen durfte. Mit einem Portrait von Anica Savic Rebac, Philosophin der Liebe; und einem studentischen Traum. 4. Heft, Herbst 1999 Von Tieren und Forschern Vernunft - Verleumdung - Streitkultur
Diese Ausgabe ist leider vergriffen. 3. Heft, Frühjahr 1999 Muss Wissenschaft hinein ins Leben? Zwischen Popularisierung, Legitimation und Dialog
Ein immer noch aktueller Reader zum Thema Wissenschaftsvermittlung und Public Understanding of Science (PUS). Mit Beiträgen von Wolfgang Frühwald zum Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit, Peter Weingart über PUS in Deutschland, Ray Mathias über Pflanzengenetik und PUS in England. Claus Koch fragt nach dem Publikum der Wissenschaft; Georg Seßlen: 'Mad Scientists' im Film. Mit einem Portrait von Carl Djerassi und einem Rekurs auf Alexander von Humboldts Kosmos-Vorträge. 2. Heft, Herbst 1998 Lug und Trug 13 Annäherungen
Über Wissenschaftsethos und Kommissionen, Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft des Fälschens und den jahrzehntelangen Nicht-Umgang mit Betrug von Dieter Simon, Peter Weingart, Detlev Ganten, Jürgen Trabant, Marco Finetti, Armin Himmelrath u. a. Fundstücke über Lügen und Fälschen in Zeiten des Krieges; Verführungen im Laboralltag; Betrug und Innovation im Zeitalter des Cyberspace. 1. Heft, Frühjahr 1998 Forschungsfreiheit
Mit Beiträgen zu Euthanasie und Bio-Ethik, zu den Vor- und Nachteilen einer Regulierung von Forschungstätigkeiten, zum Schutz der Embryonen und zu der Grenze zwischen Macht und Freiheit. Mit einem Portrait des Kybernetikers und Erfinders Heinz von Foerster; literarischen Fundstücken von Polybios und Jean Paul; und einem Aperçu über Alexander von Humboldt und das Tischrücken.
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