Es gibt derzeit wohl keine deutschsprachige Publikation, die so konsequent, auf so hohem und dennoch verständlichem Niveau und so anregend Natur- und Geisteswissenschaften zusammenführt.
Gerald Mackenthum im dpa-Wissenschaftsdienst

 

Das neue Heft der GEGENWORTE ist erschienen:

28. Heft: Zwischen den Wissenschaften.
Über Inter-, Multi- und Transdisziplinarität

Günter Stock, Peter Weingart und Klaus Mainzer erörtern das Für und Wider interdisziplinären Forschens. Jürgen Mittelstraß erläutert die Idee der Transdisziplinarität. Jürgen Kaube erklärt den Unterschied zwischen ›normal‹ und ›strategisch‹. Peter Eisenberg macht sich Gedanken über Deutsch als Wissenschaftssprache. Kirsten Einfeldt setzt auf die wechselseitige Inspiration von Wissenschaften und Künsten. Jens Bisky stimmt das Lob der Disziplinen an.

Herlinde Koelbl erläutert im Gespräch mit Anna Bernhardt ihre Entwürfe zur Fotografie als Spiegel der Gesellschaft. Rembert Unterstell betrachtet den Aufschwung der ›Event-Wissenschaft‹ mit gemischten Gefühlen. Stephan Leibfried fragt, wohin der Weg der Exzellenzinitiativen führt. Jutta von Maurice und Hans-Peter Blossfeld sehen Chancen für die Forschung durch interdisziplinäre Netzwerkbildung. Mathias Gatza erinnert sich, wie er zu einem Universalgenie wurde.

Mit weiteren Beiträgen von Volker Gerhardt, Klaus Brockhoff, Rüdiger Zill, Klaus-Peter Schmitz, Stephan Ruß-Mohl und Christoph Markschies.

Mit Einführung und Dokumentation sowie Bildern von Herlinde Koelbl.

Zum Inhaltsverzeichnis und zu den Leseproben


GEGENWORTE
– Hefte für den Disput über Wissen

• fragen nach • widersprechen • stellen Zusammenhänge her.

Die Zeitschrift wird von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften herausgegeben. Sie wurde 1997 von Dieter Simon und Hazel Rosenstrauch gegründet und von Günter Stock und Wolfert von Rahden ab 2006 fortgeführt. Der Name spielt auf Paul Celan an, der damit jene unprätentiösen und unpathetischen Äußerungen bezeichnete, die uns aus dem Nebel des Alltagsgeschwätzes führen und uns vor der Blendung durch die großen Reden bewahren.

GEGENWORTE laden zum Mitdenken ein über die Probleme einer komplexen, von Experten abhängigen Gesellschaft. Die Edition widmet sich zweimal jährlich einem kontroversen Thema aus dem Umfeld der Wissenschaft, das aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und erörtert wird. Professorinnen, Journalisten, Praktikerinnen und Studierende denken in einer verständlichen Sprache quer über Disziplinen und Genres hinweg nach. Die Hefte sind für Wissenschaftler und interessierte Laien gleichermaßen informativ.

Redaktion: Wolfert von Rahden (gegenworte@bbaw.de)