Es gibt derzeit wohl keine deutschsprachige Publikation, die so konsequent, auf so hohem und dennoch verständlichem Niveau und so anregend Natur- und Geisteswissenschaften zusammenführt.
Gerald Mackenthum im dpa-Wissenschaftsdienst

 

Das neue Heft der GEGENWORTE ist erschienen:

26. Heft: Zweckfreie Forschung?

Dem Verhältnis von Grundlagen- und Anwendungsforschung widmen sich Günter Stock und Martin Carrier. Weiße Elefanten in der Wissenschaft hat Heinz Duddeck entdeckt. Martin Quack fragt, warum und wozu man naturwissenschaftlich forscht. Sebastian Kühn wendet den Blick zurück auf die Akademien als Wissensmanufakturen. Anne- Katrin Fenk und Tile von Damm nehmen den indischen Urbanitätsdiskurs unter die Lupe.

Frauke Hamann und Frank Nullmeier äußern sich zu Wissenschaftsstiftungen. Andreas Loos findet die Mathematik in Chinatown. Benoît Godin und Joseph Lane analysieren ‚Forschung’ und ‚Entwicklung’ als Kategorien der Wissenschaftsforschung. Florian Dombois stellt eine ungezogene Tochter vor. Zweck und Wahrheit als Leitideen hat Matthias Kroß in Wittgensteins Kritik der Wissenschaften identifiziert. Marcel Lepper und Ulrich Raulff beobachten Jäger, Sammler und Händler im Archiv. Hans-Martin Gauger plädiert entschieden für zwecklose Wissenschaften.

Mit weiteren Beiträgen von Peter Weingart, Siegfried Großmann, Rudolf G. Wagner, Hermann Rotermund, Hanfried Helmchen, Stefan Wiederkehr.

Mit Bildern von Volkhard Stürzbecher sowie Einführung und Dokumentation.

Zum Inhaltsverzeichnis und zu den Leseproben


GEGENWORTE
– Hefte für den Disput über Wissen

• fragen nach • widersprechen • stellen Zusammenhänge her.

Die Zeitschrift wird von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften herausgegeben. Sie wurde 1997 von Dieter Simon und Hazel Rosenstrauch gegründet und von Günter Stock und Wolfert von Rahden ab 2006 fortgeführt. Der Name spielt auf Paul Celan an, der damit jene unprätentiösen und unpathetischen Äußerungen bezeichnete, die uns aus dem Nebel des Alltagsgeschwätzes führen und uns vor der Blendung durch die großen Reden bewahren.

GEGENWORTE laden zum Mitdenken ein über die Probleme einer komplexen, von Experten abhängigen Gesellschaft. Die Edition widmet sich zweimal jährlich einem kontroversen Thema aus dem Umfeld der Wissenschaft, das aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und erörtert wird. Professorinnen, Journalisten, Praktikerinnen und Studierende denken in einer verständlichen Sprache quer über Disziplinen und Genres hinweg nach. Die Hefte sind für Wissenschaftler und interessierte Laien gleichermaßen informativ.

Redaktion: Wolfert von Rahden (gegenworte@bbaw.de)